Verein

Waldkinderkarten Welden

Wer ist das?
„Waldkindergarten Welden“ wurde ins Leben gerufen von Eltern (zukünftiger) Kindergartenkinder, von Freunden der Idee des Waldkindergartens und nicht zuletzt von pädagogischem Fachpersonal.
Der Interessentenkreis kommt nicht nur aus Welden, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden.
Die Gemeinnützigkeit und somit die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden und Beiträgen wurde vom Finanzamt Augsburg-Land festgestellt.

Was ist „Waldkindergarten“?
Für die meisten Kinder ist es etwas ganz Neues, den ganzen Vormittag im Wald zu verbringen, über den Waldboden zu stolpern und stets Wind und Wetter am eigenen Körper zu spüren.
Die Kinder machen Erfahrungen ganz elementarer Art, die gerade für die Psyche der Kinder unheimlich wichtig sind.

Nach den Erkenntnissen der Psychomotorik beispielsweise sind körperliches und seelisches Gleichgewicht eng miteinander verknüpft. Das Laufen auf den unebenen, verschiedenartigen Untergründen fördert spielerisch die koordinativen Fähigkeiten der Kinder.

Gut geschützt durch die richtige Kleidung, machen Wind und Wetter nicht nur Spaß, sondern auch gesund. Ärztliche Begleituntersuchungen haben eindrucksvoll bewiesen, dass die Kinder aus Waldkindergärten ein viel stärkeres Immunsystem haben.

Außerdem verbessern sich die Motorik und der Gleichgewichtssinn
. In vielen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Kinder heute zuviel sitzen. Sie leiden unter akutem Bewegungsmangel mit daraus resultierenden körperlichen und seelischen Störungen. Dem kann durch den Waldkindergarten entgegengewirkt werden.

Spielzeugfrei verbessert sich die Kommunikationsfähigkeit und der kreative Umgang mit natürlichen, „zwecklosen“ Materialien.
Die Kinder gestalten Ihre Freizeit großteils selbst und entwickeln somit durch ihre Phantasie und Eigeninitiative eigene Lösungen für alltägliche Probleme und Konflikte. Diese schon früh erlernte Fähigkeit, konstruktiv mit Problemen und Schwächen umzugehen gilt als wichtige Suchtprävention und ist für zukünftige Herausforderungen des Lebens besonders bedeutungsvoll.

Kreativität und Phantasie: Diese wird von den Kindern eingesetzt, da vorgefertigte Spielsachen durch all das, was die Natur bietet, ersetzt werden. So wird z. B. ein einfacher Stock zu einem Pferd.

Soziales Verhalten und Persönlichkeitsentwicklung: Kinder stark machen, die sog. Lebenskompetenz fördern. Gemeint sind Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Kommunikationsvermögen, Frusttoleranz, Kritikfähigkeit, Urteilskraft, Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme, Durchsetzungsfähigkeit – also die ganze Palette sozialer Fähigkeiten, die es einem Menschen erlauben, sich in der Gemeinschaft mit anderen zurechtzufinden und zu behaupten. Aggressionen stauen sich nicht so schnell an! Der Wald bietet die Möglichkeit, diese abzubauen bzw. sie in angemessener Weise in Kreativität umzuwandeln.
Bewegung: Die Kinder erleben den eigenen Körper und die Freude an der Bewegung. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann voll ausgelebt werden. Sie lernen spielerisch und aus Eigeninitiative fundamentale Bewegungsformen, wie Laufen auf unebenem Gelände, Hüpfen, Kriechen, Hängen usw. Schulung des Gleichgewichts durch Klettern und Balancieren bildet die Grundlage für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung.

Konzentrationsfähigkeit:
Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Sie ist von großem Wert für das Wahrnehmungsvermögen und für die Förderung der Konzentrationsfähigkeit. Gerade der Wald ist ideal, Stille zu erleben, zu lauschen und sich für feinste innere und äußere Vorgänge zu sensibilisieren. Sicherheit und Stabilität: Das tägliche Bewegen in einem festen Waldgebiet führt zu einer Vertrautheit mit der Umgebung. Der „eigene Wald“ wird anschaulich erfahren. Diese gewonnene Sicherheit gibt Mut zum Entdecken der weiteren Umwelt und führt zu Stabilität durch innere Ruhe.

Naturerleben und Umweltschutz:
Die Kinder erleben bewusst die Natur, sie lernen, in ihr zu leben und sorgsam mit ihr umzugehen. Der jahreszeitliche Rhythmus, die Abläufe im Naturkreislauf werden unmittelbar erlebt. Gesundheit: Frische Luft stärkt das Immunsystem. Toben im Freien verhindert Haltungsschäden und reguliert den Appetit und den Schlaf.

Und konkret hier in Welden?
Im September 2003 ging der Betrieb mit ca. 15 Kindern aus Welden, sowie näherem und weiterem Umkreis mit 2 Tagen pro Woche los. Dies wurde ab Frühjahr 2004 auf 3 Tage ausgeweitet. Seit dem Kindergartenjahr 2004/05 gibt es die 5-Tage-Woche.
Zur Zeit besuchen bis zu 50 Kinder den Waldkindergarten Welden.
Das genutzte Waldgebiet ist der zu den Bayerischen Staatsforsten gehörende Schwarzbrunn und Umgebung.

Was ist, wenn`s regnet und stürmt?
Für die „Regenzeit“ gibt es entsprechend wasserdichte Kleidung. Der Wald bietet außerdem mit seinem Blätterdach Schutz.
Darüber hinaus gibt es Tipis und Schutzwagen zum Unterstellen bzw. Reinsetzen.
Für Extremsituationen wie Sturm stehen uns Räume in der Weldener Grund- und Mittelschule zur Verfügung.

Übrigens: Wer will bei Matschwetter schneller wieder in die „gute Stube“?
Sie oder Ihr Kind?

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