Stellenausschreibung

Der Markt Welden sucht
für den Waldkindergarten Welden
(2 Kindergartengruppen / 1 altersgeöffnete Gruppe)

ab 01.09.2021
eine*n Erzieher*in (m/w/d) oder
eine pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)

für 12 – 15 Wochenstunden (unbefristet)

Ihr Profil
– erfolgreich abgeschlossene pädagogische Ausbildung
– Identifikation mit dem waldpädagogischen Ansatz
– einfühlsamer, ressourcenorientierter und wertschätzender Umgang mit Kindern
– selbstständiges Arbeiten
– Team- und Konfliktfähigkeit
– Bereitschaft zur intensiven Zusammenarbeit mit Familien

Es erwartet Sie
– eine tarifliche Vergütung nach TVöD
– adäquate Einarbeitungszeit in die waldpädagogische Arbeitsweise
– Vereinbarkeit von Beruf und Familie
– Qualifizierungsmaßnahmen, Fortbildungen und bei Bedarf Supervision sowie
– ein Arbeitsumfeld, in dem Initiative und Ideen willkommen sind

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen an:
Waldkindergarten Welden
Personalamt
Marktplatz 1
86465 Welden
oder per E-Mail als PDF-Datei an: neudert@vg-welden.de
bis spätestens: 18.06.2021

Für weitere Auskünfte steht Ihnen die Leitung Frau Claudia Grimm (Tel.: 0172/7563066 ab 14 Uhr) oder das Personalamt der Verwaltungsgemeinschaft Welden (Tel.: 08293/699-24) gerne zur Verfügung.

Ein Buchtipp

Eine Kindheit im Waldkindergarten

Stefan Lenz

10 Euro
Hardcover

ISBN 978-3-948675-84-4

Mehr als 1.500 dieser „Kindergärten ohne Dach und Wände“ gibt es inzwischen in Deutschland – Tendenz steigend. Nicht nur Elternbefragungen, auch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die Gründe für die hohe Nachfrage und Zufriedenheit bei Familien, die ihre Kinder schon in Waldkindergärten untergebracht haben: Der tägliche Aufenthalt in der freien Natur fördert die Entwicklung der kindlichen Motorik und Wahrnehmungsfähigkeiten; Kinder im Waldkindergarten sind gesundheitlich stabiler und auch auf die kommenden schulischen Anforderungen besser vorbereitet als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben. Und nicht zuletzt durch die aktuelle Klimadiskussion gerät eine natur- und umweltsensible Erziehung immer stärker in den Fokus. Hier haben Waldkindergärten einfach einen nicht zu schlagenden Standortvorteil.

Immer mehr Eltern überlegen, ihre Kinder in einen Wald- oder Naturkindergarten zu geben – oder eben selbst einen zu gründen, wenn es keinen in ihrer Nähe gibt. Dieses Buch soll sie dabei unterstützen, ihre Fragen beantworten, Argumente an die Hand geben, den Alltag und die Ziele der Waldkindergärten beschreiben. Es soll aufzeigen, warum und wie Kommunen Waldkindergärten fördern sollten. Das Buch soll für Entscheider*innen sein – für Eltern, Fachkräfte in der Kindergartenarbeit, Bürgermeister*innen und andere kommunalpolitisch Verantwortliche.

Bestellung bei:

https://shop.hirnkost.de/produkt/eine-kindheit-im-waldkindergarten-eine-entscheidungshilfe-fuer-eltern-und-kommunalpolitik/

Das gehört hier nicht hin!

„Warum liegt hier überall so viel Müll rum?“ Diese Frage stellen die Kinder des Waldkindergartens Welden in diesen Tagen häufig ihren Erzieherinnen. Vom Sammelplatz gehen sie jeden Morgen einen Waldweg bis zu ihrer Waldlichtung und gegen Mittag wieder den gleichen Weg zurück. Dabei bleibt kaum etwas unentdeckt. Die Kinder sind wissbegierig und Waldkinder interessieren sich umso mehr für ihren „Spielraum“ und damit auch „Lebensraum“. Tatsächlich hat die Verschmutzung des Weges in den vergangenen Wochen sehr stark zugenommen und die Schneeschmelze hat zutage gebracht, was vorher unentdeckt blieb: Zum einen handelt es sich dabei um achtlos weggeworfene Verpackungsmaterialien.

Ganz extrem fällt aber seit geraumer Zeit auf, dass der Weg mit Hundefäkalien gesäumt ist. Teilweise liegen die Hundehaufen am Rand des Weges, aber auch direkt auf der Fahr- und Gehspur fanden Kinder und Erzieherinnen diese unappetitlichen Hinterlassenschaften. Weder den Kindern noch den Erzieherinnen ist es möglich, ganz genau den Weg nach diesem Dreck abzusuchen. So geschieht es leider das ein oder andere Mal, dass eine „Tretmine“ übersehen wird.

Der Wald, besonders der Bereich des Ganghofer-Weges, ist bei Jung und Alt ein beliebtes Gebiet, um die Natur zu erleben, vom Alltag abzuschalten und einfach mal durchzuatmen. Es ist wünschenswert, dass alle Besucher des Waldes darauf achten, diesen Naturraum zu schützen und ihn nicht verdrecken zu lassen.

Aus diesem Grund wurde bereits vor Jahren am Ende der Schwarzbrunnenstraße ein Hunde-WC aufgestellt. Es stellt keinen großen Aufwand dar, dort Tüten zu entnehmen und diese nach Benutzung dort wieder zu entsorgen.

Die Kinder des Waldkindergartens lieben „ihren“ Wald. Auch deshalb ist es schön, wenn die Frage nach dem vielen Müll im Wald von ihnen zukünftig nicht mehr gestellt wird.

Der Waldkindergarten während des Lockdowns

Auch wenn es auf Grund des 2. Lockdown gerade nicht möglich ist, dass alle Kinder den Waldkindergarten besuchen können, ist es für die Mitarbeiterinnen sehr wichtig, Kontakt zu den Familien zu halten. Während die Kinder regelmäßig Post per E-Mail erhalten, wird mit den Eltern der Kontakt telefonisch oder via Broadcast gehalten. Die Erzieherinnen nehmen jedes Anliegen und die Sorgen und Ängste der Familien sehr ernst und nehmen sich gerne Zeit für Gespräche.

Der Beginn des Lockdowns fiel leider genau in die Weihnachtszeit und den Weihnachtsvorbereitungen des Kindergartens. Daher konnten die Kinder das Ende der Geschichte vom kleinen Igel und seinen Freunden nicht mehr im Wald erleben. Da der kleine Igel den Kindern allerdings fest versprochen hatte, sich bei ihnen zu melden und man Versprechen bekanntlich auch halten muss, kamen der kleine Igel und seine Freunde einfach kurzerhand per Video zu den Kindern nach Hause.

Auch in den Wochen nach den Weihnachtsferien erhalten die Kinder wöchentlich Post vom Kindergarten. Ob eine digitalisierte Bilderbuchgeschichte oder ein Bilderrätsel mit Fehlersuche – es wird versucht, den Kindern auch in der Zeit des Corona-Lockdowns zu vermitteln, „Wir denken an Euch und wir vermissen Euch sehr!“

Am Wochenende durften die Kinder sogar auf eine Schatzsuche im Wald gehen, da die Steinefee Kristallina sich bei den Kindern bedanken wollte, weil sie in den letzten Wochen den Kobolden sehr geholfen und viele Blätter für die Schuhe der Feen gesammelt hatten.

Hilfreiche Hinweise auf der Schatzsuche

Auch für die kommenden Wochen sind noch tolle Aktionen geplant. Wichtig für uns alle ist, den gemeinsamen Kontakt zu halten und aneinander zu denken. Wir hoffen sehr, dass wir uns ganz bald wieder im Wald treffen können und eine tolle gemeinsame Zeit erleben dürfen.

Liebe Eltern!

Unsere überarbeitete Konzeption des Kindergartens und
die neue Konzeption der Mäusegruppen
stehen euch nun auf der Homepage unter dem Menüpunkt
Konzeption zur Verfügung.

Abschied und Neubeginn im Waldkindergarten Welden e.V.

Freitag, der 24.07.2020 war ein wichtiger Tag für die diesjährigen Vorschulkinder des Waldkindergarten Welden e.V.; es stand ihre Verabschiedung aus dem Waldkindergarten an. Die Erzieherinnen hatten dazu die Familien auf den Abenteuerspielplatz eingeladen, um mit dem Regenbogentag den Abschied der Kinder zu feiern.

Die Vorschulkinder hatten zwei Lieder eingeübt und sangen mit vollem Elan. Dazu hatten sie sich mit Perücken in eine sehr coole Band verwandelt. Dann mußten die Vorschulkinder den Schatz am Ende des Regenbogens finden. Dazu mußten sie durch ein Spalier der anderen Kinder hindurchlaufen, sich unter das Schwungtuch wagen und sich mit den Seifenblasen durch den Regenbogen wehen lassen. Wie es sich für einen ordentlichen Regenbogen gehört, war auch an diesem Ende ein Schatz verborgen.

So endet für die Vorschulkinder ihre Zeit bei uns im Wald und die Vorfreude auf ihre neue Zeit als Schulkind steigt stetig. Wir wünschen ihnen alles Gute für die Schulzeit!

Besonders an der diesjährigen Verabschiedung war jedoch noch etwas anderes. Der diesjährige Jahrgang Vorschulkinder war der letztes des Waldkindergarten Welden e.V.

Denn auch für den Waldkindergarten steht nach 17 Jahren ein Abschied und ein Neubeginn an. Mit Stolz können wir heute verkünden, dass der Vorstand des Waldkindergarten und die Marktgemeinde Welden an diesem Tag den Vertrag zu Übernahme des Waldkindergarten in die Gemeinde Welden unterzeichnet haben. Das heißt ab dem 01.09.2020 wird die Gemeinde Welden als Träger den Kindergarten übernehmen. Unter dem Namen Waldkindergarten Welden werden die Kinder weiterhin in den Genuss von Waldabenteuern kommen. Ebenfalls ab dem 01.09.2020 kann der Waldkindergarten mit einer Besonderheit aufwarten: einer Waldkrippe. Die bisherige Mäusegruppe für die ab 2Jährigen Kinder wurde in einen langen Prozess zu einer durch den Staat Bayern geförderte Krippengruppe weiterentwickelt. Im Stadt- und Landkreis Augsburg ist dies einmalig und wir sind stolz darauf!

Der Vorstand möchte sich auf diesem Wege bei allen bedanken, die den Waldkindergarten auf seinem Weg unterstützt und begleitet haben. Für große und kleine Spenden, für Idee und Anregungen und unkomplizierte Hilfe, vor allem von den Nachbarn und Eigentümern, sind und waren wir sehr dankbar!

Ein herzlicher Dank für die gute Zusammenarbeit geht selbstverständlich auch an den Staatsforst und unseren Förster, Herr Kratzer.

Der Schule in Welden möchten wir für die Möglichkeit des Schutzraumes danken!

Auch dem Elternbeirat gebührt ein großes Dankeschön! Es ist wahrlich nicht immer einfach gewesen und immer mit viel Arbeit verbunden die Aufgaben des Elternbeirates umzusetzen. Herzlichen Dank für Euer Engagement!

Den Eltern möchten wir für ihr Vertrauen in unsere Einrichtung danken. Sie haben uns das wertvollste, ihre Kinder, anvertraut. Es war uns ein Vergnügen, sie ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen!

Dem Team der Mitarbeiterinnen möchten wir auf diesem Wege ebenfalls herzlich danken. Es ist wunderbar, wie ihr die Kinder auf ihrem Weg durch das Abenteuer Waldkindergarten begleitet. Mit Herz und Hand und dem Mut, neue Wege zu gehen! Auch unserer Geschäftsstellenmitarbeiterin möchten wir herzlich danken!

Ein großer Dank auch an die Marktgemeinde Welden, hier besonders an den Bürgermeister Stefan Scheider, die sich dazu entschieden haben, den Waldkindergarten zu übernehmen. Auch für die bisherige Unterstützung ein großes Vergelt‘s Gott! Natürlich gebührt der Dank auch den umliegenden unterstützenden Gemeinden: herzlichen Dank!

Zum Schluß bleibt uns nur noch, allen eine gute und vor allem gesunde Zukunft zu wünschen!

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber vor allem mit viel Stolz auf das Erreichte und einer großen Portion Neugier auf die Zukunft verabschiedet sich der Vorstand des Waldkindergarten Welden e.V.

Josef Glaß
Nicole Eberhardt
Stefan Scheider
Gerhard Fink
Christian Stelzmüller

Ein Lichtermeer zu Martins Ehr´

Am 11.11. trafen sich rund 60 Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern am Waldrand, um bei Kerzenschein und Fackelbeleuchtung die Legende von St. Martin wieder aufleben zu lassen. Begleitet wurden wir zu Beginn der Veranstaltung von der Jugendbläsergruppe der Musikschule Holzwinkel und Altenmünster, die für ein festliches Stelldichein sorgte. Nach Leibeskräften sangen die Kinder die einstudierten Martinslieder und die Vorschulkinder trugen ein Gedicht über die Martinszeit vor. Anschließend ging es in einem nicht enden wollenden Zug aus Lichtern den, mit Kerzen beleuchteten, Waldweg entlang zu unserer „Waldbühne“, wo die Kinder das Martinsspiel vortrugen. Danach wurden selbstgebackene Martinsgänse geteilt und wir machten uns auf den Rückweg zum Parkplatz, wo fleißige Helfer bereits für das leibliche Wohl gesorgt hatten: Punsch und Bratwurstsemmeln ließen niemand hungrig nach Hause gehen.
Eines der wohl schönsten Feste für Kinder hat im Wald seinen besonderen Reiz und wir danken allen, die vor und hinter den Kulissen geholfen haben, dass St. Martin auch in diesem Jahr wieder etwas ganz besonderes war.

Waldarbeitstag im Waldkindergarten

Am vergangenen Samstag fanden sich viele Eltern und das Erzieherteam zum alljährlichen Arbeitstag auf den Lichtungen der Waldkindergartengruppen zusammen, um verschiedene Reparaturarbeiten und Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit zu treffen. So wurde bei traumhaftem Herbstwetter Feuerholz für den Winter gehackt, Schaukeln repariert, die Tipis neu bestuhlt und gereinigt sowie die Feuerstellen für den Winter errichtet. Alle waren mit vollem Eifer dabei und so konnte der Arbeitsplan gut eingehalten werden. Ein herzliches Dankeschön gilt hier der Metzgerei Helmschrott, die den fleißigen Helfern die deftige Brotzeit spendierte und natürlich den Kuchenspendern aus den eigenen Reihen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Zusammenarbeit klappt und auf diese Weise ein Miteinander aus Erzieherteam, Kindern und Eltern entsteht, das schon fast familiäre Züge aufweist und den Waldkindergarten ausmacht.

Pause muss sein!

Sprachentwicklung im Waldkindergarten

Überall wo Menschen sich begegnen, begegnet uns auch Sprache. Diese kann verbal und nonverbal erfolgen. Für Kinder ist die nonverbale Ausdrucksform, also Mimik, Gestik und Tonfall von großer Bedeutung und oftmals aussagekräftiger, als das gesprochene Wort. Unsicherheit entsteht in dem Moment, wenn verbale und nonverbale Sprache nicht zusammenpassen.

Der Spracherwerb von Kindern geschieht überwiegend im Alltag durch die Interaktion mit Erwachsenden und anderen Kindern. Alle Tätigkeiten und Aktivitäten im Kindergarten und zu Hause regen die sprachliche Entwicklung, sowie die Weiterentwicklung des Wortschatzes an. Wir sprechen hier von alltagsintegrierter Sprachförderung.

Wir können diese Entwicklung steuern und fördern, indem wir uns für das Kind und sein Tun interessieren. Wenn wir uns Zeit nehmen zum aktiven Zuhören, können wir Verstandnis- und Interessensfragen stellen, die das Gespräch intensivieren und ihm eine neue Richtung geben. Neue Impulse erweitern den Wortschatz.
Lasst uns eintauchen in die Welt des Kindes. Auf diese Weise können wir uns auf die Bedürfnisse, Wünsche und Emotionen des Kindes einstellen. Gerade Emotionen sind für Kinder schwer in Worte zu fassen. Die Verbindung des Wortes „wütend“ mit dem inneren Gefühl muss erst entstehen und es liegt an uns, dem Kind das entsprechende Wort für seine Befindlichkeit zu sagen. Je mehr ein Kind lernt, seine eigenen Gefühle in sich zu erkennen, zu definieren und zu benennen, desto differenzierter wird auch sein Denken und Handeln.

Mit zunehmendem Alter wird die Sprachäußerung komplexer. Die Sätze beziehen sich aufeinander, bilden eine geschlossene und zusammenhängende Mitteilung: es entsteht ein Text.

So ist letzte Woche ein Bilderbuch im Kindergarten entstanden. Diese Art des Erzählens hebt sich von der alltäglichen Sprachverwendung ab. Sie folgt einem festen Bauplan: ein auergewöhnliches Ereignis, das den Akteuren in der Geschichte zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort widerfährt.

Valerie und Hannah haben sich diese wunderschöne Geschichte ausgedacht und bebildert. Vielen lieben Dank an euch und eure Familien, die mir gestatten, dieses Bilderbuch auf unsere Homepage zu stellen, um zu zeigen, das Sprachförderung im Kindergarten nicht nur mit aufwendigen Sprachprogrammen funktioniert.

Seid ihr neugierig geworden auf die Geschichte? Dann bitte die nachfolgende pdf Datei anklicken: J
Die Geschichte von der Prinzessin im rosa Schloss